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Zum Thema Prophylaxe, gesprochen von Dr. Derk Siebers


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Fissurenversiegelung bei Kindern
Alle Zähne mit zerklüfteter Oberfläche und mit Grübchen sind besonders Karies gefährdet. Denn die tiefen Fissuren bieten den Bakterien gute Haftungsmöglichkeiten. Durch die Fissurenversiegelung erhalten gesunde kariesfreie Zähne für viele Jahre einen wirksamen Schutz gegen Karies! Dabei wird ein medizinisch unbedenklicher, dünnflüssiger Kunststoff auf die Oberfläche des Zahnes gebracht und durch das Licht einer Speziallampe gehärtet.

Die Furchen (Fissuren) in den Kauflächen der Seitenzähne sind die Orte, an denen die bakterielle Plaque meistens nicht ausreichend entfernt wird, oder entfernt werden kann. Hier können die in der Plaque gebildeten Säuren besonders lange auf die Zahnoberfläche einwirken, was schließlich zu Karies führt. Besonders wenn die Fissuren der Zähne tief bzw. ampullenförmig sind, ist die Fissurenversiegelung besonders sinnvoll. Die Borsten der Zahnbürste können die Ablagerungen in der Tiefe der Fissur nicht entfernen. Karies ist meist die Folge.

Aus zahnmedizinischer Sicht ist eine Fissurenversiegelung als besonders wirksamer Kariesschutz zu empfehlen. Fissurenversiegelte Zähne werden erheblich weniger von Karies befallen als nicht versiegelte Zähne. Eine Fissurenversiegelung kann aber keinen vollständigen Schutz vor Karies geben, da der Zahn immer noch über andere Flächen, meistens die Zahnzwischenräume, kariös werden kann.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Bedeutung der Fissurenversiegelung zur Kariesverhütung grundsätzlich erkannt. Allerdings haben nur alle 6- bis 18-jährigen Anspruch auf eine Fissurenversiegelung und leider auch nur für die großen Backenzähne. Die Versiegelung der Milchzähne und der übrigen bleibenden Zähne ist eine Privatleistung.