Impressum
Home Praxis Leistungen News & Infos Kontakt Praxisgalerie
Ergänzendes Infomaterial:
Infoflyer Parodontologie
Hier können Sie unseren Infoflyer herunterladen
» PDF-Download



Besuchen Sie unser Praxis-Profil bei facebook!


Social Bookmarks
Krankheitsverlauf
Die Reaktion des Parodontiums (Zahnhalteapparates) auf die Bakterienplaque lässt sich vereinfacht in drei Phasen einteilen und wie folgt beschreiben:

1. Es kommt zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) mit Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten. Diese Symptome sind anfänglich kaum wahrnehmbar und werden mit Fortschreiten der Entzündung immer auffälliger.

2. Die Entzündung greift auf den Zahnhalteapparat über. Es entsteht eine Parodontitis. Dabei vertiefen sich die Zahnfleischfurchen. Mehrere Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen bilden sich aus und der den Zahn umgebende Knochen wird zerstört. In dieser Phase kann die Entzündung des Zahnfleischs aufgrund guter Mundhygiene durchaus zurückgehen. Dann sind fast keine Beschwerden wie Bluten, Schwellung und Schmerzen vorhanden. Eine meist unbemerkte Zahnlockerung tritt auf. Ein Fortschreiten der Erkrankung kann zu diesem Zeitpunkt allerdings, selbst bei bester häuslicher Zahnpflege, nicht mehr verhindert werden. Es gibt bei Zahnbetterkrankung keine Selbstheilung.

3. Die Parodontitis ist nun voll ausgebildet. Massiver Knochenschwund hat stattgefunden. Die Zahnfleischtaschentiefe hat weiter zugenommen. Wiederkehrende Schmerzen an einzelnen Zähnen können auftreten. Erst jetzt beginnt das Zahnfleisch zu schwinden, die Zähne werden länger und merklich lockerer.

Behandlung und Nachsorge
Systematische Behandlung der Parodontopathien
Die systematische Parodontaltherapie verläuft in drei zeitlich voneinander abgegrenzten Abschnitten: Vorbehandlung, Behandlung und Nachsorge

Vorbehandlung
Bevor mit der eigentlichen systematischen Parodontalbehandlung begonnen werden kann, ist eine Vorbereitungsphase erforderlich. Wesentlich ist dabei eine gute Zusammenarbeit von Patient und Behandelndem. Die empfohlenen Methoden und Hilfsmittel zur täglichen Mundhygiene müssen regelmäßig eingesetzt werden. Unser Praxisteam wird Sie über geeignete Putz- und Pflege-methoden informieren. Zu gegebener Zeit werden dann die Erfolge ihrer mundhygienischen Bemühungen kontrolliert. Während der Vorbehandlungszeit werden Störfaktoren, die das Krankheitsbild auslösen oder begünstigen beseitigt. Am Ende der Vorbehandlung ist zu entscheiden, ob eine weiterführende systematische Parodontalbehandlung erforderlich ist und die Voraussetzungen (Mitarbeit des Patienten) dafür gegeben sind. Wir werden dann die erforderlichen Unterlagen für Ihre Krankenkasse zur Kostenübernahme zusammenstellen.

Behandlung
Die systematische Parodontalbehandlung besteht darin, dass durch spezielle Instrumente die in der Tiefe angesammelten Bakterienkolonien und die harten Auflagen (Konkremente) von den Wurzeloberflächen und evtl. erkrankte Teile des Zahnfleisches entfernt werden.

Anmerkung
Es kann als Folge der Behandlung zu kosmetischen Beeinträchtigungen kommen, weil die entzündliche Schwellung nachlässt und sich das gesunde Zahnfleisch mehr oder weniger zurückzieht. Das kann gelegentlich auch eine vorübergehende Kalt-Warm-Empfindlichkeit hervorrufen. Selbstverständlich werden wir alles tun, den Umfang dieser unangenehmen Begleiterscheinungen so gering wie möglich zu halten. Für Sie sollte trotzdem gelten: Lieber ein gesunder, etwas länger wirkender Zahn, der noch etliche Jahre seine Funktion erfüllen kann als einer, der schon bald ersetzt werden muss, weil er im kranken Zahnbett verbleiben und deshalb verloren gehen musste!

Nachsorge
An die systematische Parodontalbehandlung muss sich eine dauernde Nachsorge anschließen. Den mit eigener Mühe und zahnärztlichen Maßnahmen erreichten verbesserten Zahnfleischzustand gilt es zu erhalten. Denn ständig besteht die Gefahr, dass die im Munde überall vorhandenen Bakterien das Zahnfleisch wieder krank machen. Die Nachsorge der Zahnfleischerkrankung ist deshalb nie abgeschlossen. Konsequente Nachsorge einer behandelten Zahnfleischerkrankung, zunächst im Vierteljahresintervall, ist in jedem Fall unabdingbar und der beste Schutz vor einer Neuerkrankung!