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Zum Thema Prophylaxe, gesprochen von Dr. Derk Siebers


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Zahnputztechniken und elektrische Zahnbürsten
Zahnputztechniken unterscheiden sich darin, wie die Bürste geführt wird: Auf jeden Fall sollte die Technik schonend für Zähne und Zahnfleisch sein.

Durch eine falsche Zahnputztechnik kann das Zahnfleisch verletzt werden und sich langfristig zurückziehen. Hierbei könnten verstärkt Wurzelzement und Dentin freigelegt werden. Bedingt durch die Schmirgeleigenschaften der Zahnpasten kann es zu putzbedingtem Zahnhalsabrieb kommen. Schon ein nur geringfügig übertriebener Kraftaufwand beim – insbesondere horizontalen – Zähneputzen kann zu ausgedehnten Abrasionen führen. Von uns empfohlen, die Bass-Technik: Der Bürstenkopf wird in einem Winkel von 45 Grad so am Zahnfleischrand angesetzt, dass die Borstenspitzen in den Zahnfleischrand eindringen. Dann drückt man die Bürste leicht an und bewegt sie rüttelnd hin und her, wobei die Borstenspitzen im Zahnfleischrand bleiben. Wir empfehlen unseren Patienten elektrische Zahnbürsten.

• Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass die elektrische Zahnbürste (mit adäquaten Putzmustern) in der Zahnreinigung generell bessere Resultate bringt.

• Die elektrische Zahnbürste reinigt im Vergleich zur Handzahnbürste schonender. Sie verursacht dadurch weniger Schäden am Zahnfleisch und am Zahn. Mit der Handzahnbürste wird in den meisten Fällen zuviel Druck ausgeübt. Dadurch entstehen viele Schäden am Zahnfleisch und an den Zähnen.

• Bei gleicher Putzzeit ist mit elektrischen Zahnbürsten ein deutlich besserer Reinigungsgrad zu erzielen.

Zähne putzen, aber richtig
Zur Gesunderhaltung der Zähne ist es sehr wichtig, dass sich der gefährliche Plaquebelag nicht auf der Zahnoberfläche festsetzt.

Die Zahnpflege sollte am besten nach jeder Mahlzeit, insbesondere aber nach dem Frühstück und vor dem Zubettgehenerfolgen. Mit einer weichen oder mittelharten Zahnbürste, die keinesfalls länger als 3 Monate in Benutzung sein sollte, wird eine fluoridhaltige Zahnpasta auf alle Zahnflächen aufgebracht und eingebürstet.

Wie lange soll die Zahnpflege dauern?
Die richtige Zahnpflege sollte 3x täglich etwa 3 Minuten dauern. Die Bereiche zwischen den Zähnen lassen sich sehr gut mit Zahnseide reinigen. Eine regelmäßige und richtige Zahnpflege ist die wichtigste Voraussetzung zur Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnfleisches. Denn die Zahnpflege dient der Vorbeugung von Karies und Parodontose. Richtige Zahnpflege umfasst das Entfernen von Zahnbelag (Plaque), Bakterien und Nahrungsresten, welche den Zähnen und dem Zahnfleisch schaden. Außerdem fördert die regelmäßige und richtige Zahnpflege die Durchblutung des Zahnfleisches.

Die richtige Zahnbürste
Wichtig ist eine Zahnbürste mit kurzem Bürstenkopf und abgerundeten Kunststoffborsten (multi-tufted). Die Borstenenden sollten aus Kunststoff sein und abgerundet. Naturborsten sind scharfkantig und bieten den Bakterien einen besseren Nährboden. Dazu empfehlen wir eine klinisch geprüfte Zahnpasta. Zahnbürsten haben nur eine begrenzte Lebensdauer, die von wenigen Wochen bis einigen Monaten reichen kann. Die Borstenenden müssen abgerundet und das Bürstenfeld sollte kurz sein, damit sich der Bürstenkopf besser im Mund bewegen lässt. Am besten lässt sich eine Bürste mit abgewinkeltem Stiel führen. Griffe mit stärkerem Durchmesser erleichtern die kontrollierte Bewegung der Zahnbürste im Mund.

Die Zahnpflege-Methode
Die Zahnpflege soll stets in der gleichen Reihenfolge mit kleinen kreisenden Bewegungen erfolgen. Die Borsten der Zahnbürste werden im Winkel von 45° auf Zahn und Zahnfleisch gesetzt. Zuerst werden die Innenflächen gereinigt, dann die Außen- und zuletzt die Kauflächen. Erst oben dann unten, immer am letzten Zahn beginnend und langsam nach vorn wandernd, um beim letzten Zahn der Gegenseite aufzuhören.

Was kann ich zu Hause zur Zahnpflege noch tun?
Zur Kariesvorbeugung können Sie sich Fluoride auf verschiedene Weise zuführen. Fluoridhaltige Zahnpasten enthalten Fluoride in einer Konzentration von 0,10 - 0,15 %. Durch Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten kann der Karieszuwachs nachweislich um 20% bis 40% reduziert werden. Fluoride kommen in Zahnpasten in verschiedenen Zusammensetzungen vor. Die gängigen Zahnpasten enthalten Natriumfluorphosphat, Aminfluorid oder Natriumfluorid. Fluoridhaltige Gele wurden entwickelt, um die Fluoridwirkung auf den Zahn zu steigern. Die Wirksamkeit von Gelen, Mundspülungen und Zahnpasten ist unterschiedlich. Bei der Auswahl des für Sie am besten geeigneten Produktes unterstützen wir Sie gerne. Für die ganze Familie lässt sich die Fluoridzufuhr durch fluorediertes Speisesalz erhöhen. Es hat den Vorteil, dass Sie es regelmäßig aufnehmen und dass der Fluoridanteil in der durchschnittlich verwendeten Speisesalzmenge unserem Fluoridbedarf entspricht.

Pflege bei Zahnersatz und unterwegs
Die Zahnpflege ist bei Trägern von Zahnersatz erschwert, hier empfehlen wir als zusätzliche wirkungsvolle Maßnahme den Einsatz einer Munddusche. Weitere Möglichkeiten der Gesunderhaltung speziell Ihrer Zähne können wir Ihnen nur nach gründlicher Untersuchung empfehlen. Mit einer kleinen, handlichen Taschenzahnbürste ist es leicht möglich, auch unterwegs seinen Zahnputz-Grundsätzen treu zu bleiben.