Zahnputztechniken und elektrische
Zahnbürsten
Zahnputztechniken unterscheiden sich darin, wie die Bürste geführt wird: Auf
jeden Fall sollte die Technik schonend für Zähne und Zahnfleisch sein.
Durch eine falsche Zahnputztechnik kann das Zahnfleisch verletzt werden und
sich langfristig zurückziehen. Hierbei könnten verstärkt Wurzelzement und
Dentin freigelegt werden. Bedingt durch die Schmirgeleigenschaften der Zahnpasten
kann es zu putzbedingtem Zahnhalsabrieb kommen. Schon ein nur geringfügig
übertriebener Kraftaufwand beim - insbesondere horizontalen - Zähneputzen
kann zu ausgedehnten Abrasionen führen. Von uns empfohlen, die Bass-Technik:
Der Bürstenkopf wird in einem Winkel von 45 Grad so am Zahnfleischrand angesetzt,
dass die Borstenspitzen in den Zahnfleischrand eindringen. Dann drückt man
die Bürste leicht an und bewegt sie rüttelnd hin und her, wobei die Borstenspitzen
im Zahnfleischrand bleiben. Wir empfehlen unseren Patienten elektrische Zahnbürsten.
- Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass die elektrische Zahnbürste (mit adäquaten
Putzmustern) in der Zahnreinigung generell bessere Resultate bringt.
- Die elektrische Zahnbürste reinigt im Vergleich zur Handzahnbürste schonender.
Sie verursacht dadurch weniger Schäden am Zahnfleisch und am Zahn. Mit der
Handzahnbürste wird in den meisten Fällen zuviel Druck ausgeübt. Dadurch entstehen
viele Schäden am Zahnfleisch und an den Zähnen.
- Bei gleicher Putzzeit ist mit elektrischen Zahnbürsten ein deutlich besserer
Reinigungsgrad zu erzielen.
Zähne putzen, aber richtig
Zur Gesunderhaltung der Zähne ist es sehr wichtig, dass sich der gefährliche
Plaquebelag nicht auf der Zahnoberfläche festsetzt.
Die Zahnpflege sollte am besten nach jeder Mahlzeit, insbesondere aber nach
dem Frühstück und vor dem Zubettgehenerfolgen. Mit einer weichen oder mittelharten
Zahnbürste, die keinesfalls länger als 3 Monate in Benutzung sein sollte,
wird eine fluoridhaltige Zahnpasta auf alle Zahnflächen aufgebracht und eingebürstet.
Wie lange soll die Zahnpflege dauern?
Die richtige Zahnpflege sollte 3x täglich etwa 3 Minuten dauern. Die Bereiche
zwischen den Zähnen lassen sich sehr gut mit Zahnseide reinigen. Eine regelmäßige
und richtige Zahnpflege ist die wichtigste Voraussetzung zur Gesunderhaltung
der Zähne und des Zahnfleisches. Denn die Zahnpflege dient der Vorbeugung
von Karies und Parodontose. Richtige Zahnpflege umfasst das Entfernen von
Zahnbelag (Plaque), Bakterien und Nahrungsresten, welche den Zähnen und dem
Zahnfleisch schaden. Außerdem fördert die regelmäßige und richtige Zahnpflege
die Durchblutung des Zahnfleisches.
Die richtige Zahnbürste
Wichtig ist eine Zahnbürste mit kurzem Bürstenkopf und abgerundeten Kunststoffborsten
(multi-tufted). Die Borstenenden sollten aus Kunststoff sein und abgerundet.
Naturborsten sind scharfkantig und bieten den Bakterien einen besseren Nährboden.
Dazu empfehlen wir eine klinisch geprüfte Zahnpasta. Zahnbürsten haben nur
eine begrenzte Lebensdauer, die von wenigen Wochen bis einigen Monaten reichen
kann. Die Borstenenden müssen abgerundet und das Bürstenfeld sollte kurz sein,
damit sich der Bürstenkopf besser im Mund bewegen lässt. Am besten lässt sich
eine Bürste mit abgewinkeltem Stiel führen. Griffe mit stärkerem Durchmesser
erleichtern die kontrollierte Bewegung der Zahnbürste im Mund.
Die Zahnpflege-Methode
Die Zahnpflege soll stets in der gleichen Reihenfolge mit kleinen kreisenden
Bewegungen erfolgen. Die Borsten der Zahnbürste werden im Winkel von 45 Grad
auf Zahn und Zahnfleisch gesetzt. Zuerst werden die Innenflächen gereinigt,
dann die Außen- und zuletzt die Kauflächen. Erst oben dann unten, immer am
letzten Zahn beginnend und langsam nach vorn wandernd, um beim letzten Zahn
der Gegenseite aufzuhören.
Was kann ich zu Hause zur Zahnpflege noch tun?
Zur Kariesvorbeugung können Sie sich Fluoride auf verschiedene Weise zuführen.
Fluoridhaltige Zahnpasten enthalten Fluoride in einer Konzentration von 0,10
- 0,15 %. Durch Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten kann der Karieszuwachs
nachweislich um 20% bis 40% reduziert werden. Fluoride kommen in Zahnpasten
in verschiedenen Zusammensetzungen vor. Die gängigen Zahnpasten enthalten
Natriumfluorphosphat, Aminfluorid oder Natriumfluorid. Fluoridhaltige Gele
wurden entwickelt, um die Fluoridwirkung auf den Zahn zu steigern. Die Wirksamkeit
von Gelen, Mundspülungen und Zahnpasten ist unterschiedlich. Bei der Auswahl
des für Sie am besten geeigneten Produktes unterstützen wir Sie gerne. Für
die ganze Familie lässt sich die Fluoridzufuhr durch fluorediertes Speisesalz
erhöhen. Es hat den Vorteil, dass Sie es regelmäßig aufnehmen und dass der
Fluoridanteil in der durchschnittlich verwendeten Speisesalzmenge unserem
Fluoridbedarf entspricht.
Pflege bei Zahnersatz und unterwegs
Die Zahnpflege ist bei Trägern von Zahnersatz erschwert, hier empfehlen wir
als zusätzliche wirkungsvolle Maßnahme den Einsatz einer Munddusche. Weitere
Möglichkeiten der Gesunderhaltung speziell Ihrer Zähne können wir Ihnen nur
nach gründlicher Untersuchung empfehlen. Mit einer kleinen, handlichen Taschenzahnbürste
ist es leicht möglich, auch unterwegs seinen Zahnputz-Grundsätzen treu zu
bleiben.