Internes Bleaching

Endodontisch behandelte Zähne können sich im Laufe der Zeit dunkel verfärben. Als Ursache für solche Verfärbungen kommen z.B. Blutabbauprodukte in Betracht. Die Zahnpulpa (Zahnnerv) gibt durch den nekrotischen Zerfall (Abstreben der Pulpa) Eiweißstoffe ab. Aus den abgestorbenen Zellresten lösen sich Blutprodukte und somit Eisenverbindungen aus und diffundieren tief in die Dentintubuli (kleinste Kanälchen des Zahnmarkes) und setzen sich dort fest. Das Eisen aus den Blutprodukten reagiert mit dem Schwefelwasserstoff aus den Bakterien zu Eisensulfid. Dies ruft eine gräuliche Verfärbung des Zahnes hervor. Dies kann als besonders störend empfunden werden, da die Farbe sich sehr stark hervorheben kann.

Die Therapie der Wahl bei marktoten Zähnen stellt das interne Bleaching dar. Dazu muss der Zahn mit einer suffizienten (dichten) Wurzelfüllung und einer randdichten Füllung von außen versorgt sein. Bevor mit der Therapie begonnen werden kann, muss der Zahn symptomlos sein. Eine apikale Lyse (Entzündung im apikalen Bereich) muss ausgeschlossen sein.
Absolute Kontraindikation für eine interne Aufhellung stellen Wurzelresorptionen, parodontale Defekte, Aufbissempfindlichkeiten, Entzündungen und insuffiziente Wurzelfüllungen dar.

Nach ausführlicher Diagnostik und Vorbehandlung wird der zu bleachende Zahn unter absoluter Trockenlegung mit einem Kofferdamgummi vorbereitet. Dazu wird die Kavität gereinigt und der koronale Anteil des Zahnes aufbereitet. Die Wurzelfüllung wird mit einem geeigneten Material abgedeckt und das Material zum Bleaching eingelegt. Der Zahn wird wieder dicht verschlossen und die Bleicheinlage kann 3-5 Tage im Zahn einwirken. Falls der erste Durchlauf nicht reicht, kann ein weiteres Bleaching erfolgen. Das Bleichmaterial reagiert dabei mit den Blutprodukten. Der freigesetzte Sauerstoff führt zur Oxidation der Farbstoffe, wodurch die aufhellende Wirkung erzielt wird.

Sinuslift

Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) kann im Rahmen von implantologischen Eingriffen zur Verdickung des Knochens genutzt werden. Oftmals stellt ein ungünstiges Knochenangebot ein Problem für die Implantation dar. Nach einer Zahnextraktion, vor allem im Bereich der Backenzähne, ist zu beobachten, dass sich der Knochen rasch abbaut. Diesen Knochenschwund kann man mit geeigneten Operationstechniken wieder beseitigen. Durch den Wiederaufbau des Kieferknochens können anschließend Zahnimplantate zum Ersatz  fehlender Zähne inseriert werden. Bei dem chirurgischen Vorgehen werden der indirekte und der direkte Sinuslift unterschieden.

Direkter Sinuslift:
Dabei wird das Zahnfleisch über der Kieferhöhlenwand aufgeklappt und anschließend der dünne Knochen der Sinuswand mit feinen Instrumenten abpäpariert. Unter Sicht wird die dünne Schleimhaut der Kieferhöhle vorsichtig hochgeklappt und der Hohlraum, welches durch das „Lifting“ entsteht mit geeigneten Knochenersatzmaterialien gefüllt. Der Defekt wird verschlossen, indem das Zahnfleisch wieder vernäht wird.

Indirekter Sinuslift:
Hierbei wird die Bohrung für das Implantat als Zugang zur Kieferhöhle genutzt. Zuerst wird das Implantatlager mit speziellen  Bohrern präpariert. Über dieses Bohrloch werden feine Instrumente geschoben und durch leichte Hammerschläge wird die Schleimhaut angehoben. Anschließend wird der Hohlraum ähnlich wie bei der direkten Technik mit Knochersatzmaterialien gefüllt. Danach kann das Implantat primärstabil inseriert werden.