Den richtigen Spezialisten für meine Implantatbehandlung?

Ich benötige Implantate. Wie finde ich den Zahnarzt, der für meine Behandlung der richtige Ansprechpartner und Behandler ist?

Ist mein Hauszahnarzt ausreichend qualifiziert diese Behandlung durchzuführen? Das hängt sicherlich nicht einzig und allein von einer Zusatzqualifikation oder an einem Zusatztitel ab. Allerdings können diese Qualifikationen durchaus auch hilfreich sein. Wie man die verschiedenen Qualifikationen einordnen kann erfahren sie hier.
Es gibt im Internet zahlreiche zuverlässige Suchmaschinen, die ihnen Spezialisten für Implantologie in ihre Nähe nennen:

Master of Science in Oral Implantology in Ihrer Nähe
Implantologenregister der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie)
Implantologensuche bei Implantate.com
Implantologensuche des BdiZ/EDI (Bund der implantologisch tätigen Zahnärzte)

Eine Vielzahl verschiedenster Faktoren, die eine Rolle bei der Suche und Auswahl eines geeigneten und qualifizierten Behandlers spielen. Nicht zuletzt der Eindruck , den die Praxis (modern, Ausstattung usw.) und der Zahnarzt (Qualifikation, nimmt er sich Zeit, klärt er sie adäquat auf usw.) auf sie machen sind wichtige Faktoren für ihre Entscheidung. Stellen Sie Ihrem Zahnarzt gezielte Fragen: Wieviel Implantate setzt ihr Zahnarzt, wie viel Erfahrung hat er auf dem Gebiet der Implantologie? Was passiert bei Misserfolgen? Wie verhält es sich mit der Nachsorge der Implantate? Wer macht den Zahnersatz auf den Implantaten? Es ist wichtig, dass bereits im Vorfeld der chirurgischen Implantation das Zahnersatzkonzept klar festgelegt wurde. Das geht am besten, wenn der Implantologe (chirurgisch tätige Zahnarzt) mit dem Prothetiker (der den Zahnersatz herstellt) in einem Team “Hand in Hand” arbeiten oder wenn die gesamte Arbeit durch einen auf beiden Gebieten (Implantologie und Prothetik) erfahrenen Zahnarzt durchgeführt wird. Eine exemplarische Liste mit 10 Fragen, die sie ihrem Zahnarzt stellen sollten, findet sich unter auf implantate.com.

PRGF-Endoret Technik – Was ist das und welche Vorteile bietet mir das Verfahren für mein Implantat?

Der Begriff PRGF stammt aus dem Englischen und ist die Kurzform für „plasma rich growth factor“. Auf Deutsch lässt es sich am Bsten mit „wachstmsfaktorenreiches Blutplasma“ übersetzen. Es handelt sich um eine Technik, die es ermöglicht Wachstumsfaktoren aus dem Blut zu isolieren. Das sind Proteine (Eiweiß), die sich in Ihrem Körper befinden und in der Lage sind Gewebe zu regenerieren. Durch die Anwendung des „PRGF Endoret Systems“ wird aber nicht nur die Heilung beschleuunigt, sondern auch Entzündungen reduziert und ein Infektionsrisiko verringert. Dabei ist die Technologie zu 100% körpereigen.

Wann kommt dieses System zum Einsatz? Hierfür gibt es breit gefächerte Möglichkeiten: In flüssiger Form dient es dazu, die Oberfläche des Implantats zu benetzen und so dessen Einheilung zu beschleunigen. Soll nach einer Zahnentfernung Knochen wiedergewonnen werden, oder parodontale Knochndefekte aufgefüllt werden so bietet sich die Anwendung von PRGF in Gelform an.

Gerne beraten wir Sie persönlich und informieren Sie über weitere regenerative Maßnahmen, um Ihnen die Behandlung so angenehm und schonend wie möglich gestalten zu können.

Das Frontzahnimplantat –die Königsdisziplin der Implantologie

Natürliche Zähne sind mit ihren Haltefasern im Knochen verankert, können Kaukräfte ideal abfangen, sind sensibel auf sehr heiße und kalte Einflüsse und haben nur schwer nachzuahmende Lichtbrechungseigenschaften, die das natürliche Erscheinungsbild des Zahnes ergeben.

Ihre Zahnarztpraxis Dr. Derk Siebers setzt sich deshalb für den Erhalt Ihrer Zähne ein. Dazu verwenden wir moderne Geräte aus dem Bereich der Zahnerhaltung, damit wir effektiv und zugleich zahnschonend arbeiten können. Jeder Zahn zählt!

Nach Unfällen, tiefen Entzündungen der Zahnwurzel oder des Zahnbettes ist allerdings nicht jeder Zahn zu erhalten. Eine Extraktion kann so unumgänglich werden. In diesen Fällen kann ein Einzelzahnimplantat angezeigt sein. Dieses stellt gewissermaßen die Königsdisziplin der Implantologie dar. Wir wissen, dass ihre Frontzähne ihre Aushängeschilder beim Sprechen oder Lachen sind. Es geht um so viel mehr als „nur“ das Abbeißen der Nahrung. Nur wenn sowohl die Implantatposition korrekt gewählt st, und das Implantat mit dem umgebenden Weichgewebe eine Einheit bildet entsteht ein harmonischer Gesamteindruck. Eine sorgfältige Planung ist deshalb unerlässlich! Wir arbeiten mit dreidimensionalen Röntgenaufnahmen, der sog. digitalen Volumentomographie (DVT). So lässt sich die Knochensituation besser beurteilen und die bestmögliche Implantatposition ermitteln.

Gerne beraten wir Sie auch in einem persönlichen Gespräch.

Von der Zahnlücke bis zum Implantat

Die schonende Entfernung des nicht erhaltungswürdigen Zahnes, die Wundversorgung nach der Zahnextraktion und auch der Zeitpunkt der Implantation sind wichtige Parameter für die erfolgreiche Einheilung des Zahnimplantates.

Um die Knochenstrukturen zu schützen, die später als Gerüst für das Implantat dienen, muss der Zahn vorsichtig extrahiert und die Knochenhöhle zum Schutz mit einer Membran abgedeckt werden. Diese Membranen werden zur gesteuerten Knochen- und Geweberegeneration eingesetzt. In die Wunde eingesetzt verhindern diese Membranen, dass Bindegewebszellen in den Defekt einwandern können. Somit haben Knochen bildende Zellen ausreichend Zeit, um neuen Knochen in der Defekthöhle nach der Zahnextraktion zu bilden. Folglich kann der Kieferkamm erhalten werden, um später eine gute Basis zur Implantation vorzufinden.

Auch der Zeitpunkt ist wichtig für den Erfolg, da ab einer bestimmten Zeit der Knochen sich ohne weitere Versorgung wieder abbaut. Um unnötigen Knochenabbau zu vermeiden, sollte die Implantation nicht hinausgezögert werden.

Knochenersatzmaterialien

Der langfristige Implantaterfolg wird von dem knöchernen Fundament beeinflusst. Um ein günstiges Fundament für die Implantation zu schaffen, muss bei bestehenden Defiziten der Knochen mit geeigneten Knochenersatzmaterialien aufgebaut werden.

Als Augmentat (Aufbau) stehen Knochenersatzmaterialien, wie z.B. synthetischen oder xenogenem (Knochenimplantat von einer anderen Spezies, wie z.B. vom Rind (bovin), Pferd (equin) oder vom Schwein (porcin)) Ursprungs zur Verfügung. Die Materialien werden in einem aufwändigen Verfahren gereinigt, wodurch jegliches Infektionsrisiko ausgeschlossen ist. Diese Materialien werden in den Defekt eingebracht und dienen als Leitschiene für körpereigene Knochen bildende Zellen. Diese Zellen besiedeln die Oberfläche der Knochenersatzmaterialen und können so den Defekt mit neuem Knochen füllen.

Als weitere Alternative besteht die Möglichkeit Defekte mit autogenem Knochen (eigener Knochen) zu versorgen. Dazu werden Knochenblöcke an einer anderen Stelle des Körpers, wie z.B. Kieferknochen oder Beckenkamm, entnommen und transplantiert.

Knochenersatzmaterialien stellen eine gute Alternative zu eigenem Knochen dar, da ein weiterer chirurgischer Eingriff umgegangen werden kann.

Aufgrund der positiven Eigenschaften von Knochenersatzmaterialien kommt es zur raschen Knochenheilung und vor allem Knochenbildung.

Professionelle Implantatreinigung

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln die nach Zahnverlust inseriert werden.

Zahnimplantate brauchen jedoch eine sehr gute Pflege, damit die künstliche Zahnwurzel lange gesund erhalten werden kann. Zahnimplantate stellen eine optimale Versorgung von Zahnlücken dar und können auch im zahnlosen Kiefer zur statisch günstigen Befestigung von Zahnprothesen eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu eigenen Zähnen können die künstlichen Zähne nicht an Karies („Zahnfäule“) erkranken, jedoch kann sich das Gewebe um das Implantat bei unzureichender Pflege entzünden und folglich kann dies durch Knochenabbau um das Implantat zum Verlust des Implantates führen. Deshalb ist es wichtig die Implantate gut zu reinigen. Wichtig ist auch, die Zähne durch geeignete Hilfsmittel, wie Zahnseide, Interdentalbürstchen und Zahnbürste (z.B. elektrische Zahnbürste) sauber zu halten. Denn jede am Zahn anhaftende Plaque enthält viele Bakterien die zu Erkrankungen an den Zähnen führen kann.

Die professionelle Zahnreinigung, die durch speziell geschultes Fachpersonal durchgeführt wird, trägt einen erheblichen Beitrag zur Gesunderhaltung des Systems bei.

Bei der professionellen Zahnreinigung werden vor allem tiefer liegende Beläge mit speziellen Instrumenten gereinigt und poliert. Außerdem wird in regelmäßigen Sitzungen die Mundhygiene beurteilt und ein Mundhygienekonzept für die häusliche Pflege erarbeitet.

Informationen zum Verhalten nach chirurgischen Eingriffen

Beachten Sie bitte diese Hinweise gewissenhaft, um das Risiko von Wundheilungsstörungen möglichst gering zu halten und dadurch den Therapieerfolg nicht zu gefährden.

– Bedenken Sie, dass Ihre Fahrtüchtigkeit herabgesetzt sein kann, insbesondere wenn Sie Anästhesien (Spritzen) erhalten oder Medikamente eingenommen haben.

– Bitte essen Sie erst wieder, wenn die Betäubung in der Behandlungsregion vollständig verschwunden ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie sich unbemerkt Bissverletzungen zufügen. Bitte trinken Sie während dieser Zeit auch keine heißen Getränke.

– Am Operationstag sollten Sie nicht rauchen und keinen Kaffee, Tee oder Alkohol trinken.

– Bitte putzen Sie heute Abend bereits wieder vorsichtig die Zähne.

– Um die Nähte in der behandelten Region nicht zu gefährden und zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen putzen Sie bitte die Zähne in der direkten Umgebung der Wunde nicht. Falls ein Parodontalverband angelegt wurde, wird auch in dieser Region nicht geputzt. Statt dessen spülen Sie 3x täglich für jeweils 2 Minuten den Mund kräftig mit der Ihnen verordneten Spüllösung aus. Ständiges Saugen und Spülen schadet allerdings der Wundregion. Die nicht behandelten Zähne werden während dieser Zeit selbstverständlich wie üblich geputzt.

– In der ersten Nacht nach der Operation sollten Sie Ihren Kopf durch ein zweites Kissen höher lagern.

– Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so legen Sie eine saubere Mullbinde oder ein frisches Stofftuch auf Wunde und beißen so zu, dass geringfügiger Druck auf der Wunde entsteht. Sie sollten sich nicht hinlegen sondern sitzen. Wenn die Blutung nach 1-2 Stunden nicht zum Stehen gekommen ist, setzen Sie sich bitte mit der Praxis bzw. dem Notdienst in Verbindung. In keinem Falle spülen oder fortgesetzt ausspucken.

– Bei Schwellungen innerhalb der ersten 48 Stunden keine Wärme anwenden! Bitte kühlen Sie die behandelte Region im Wechsel für mehrere Stunden, um ein Anschwellen zu vermeiden. Sie sollten dafür ein Kühlkissen benutzen oder zerstoßene Eiswürfel in eine Plastiktüte oder eine Wärmflasche geben, ein feuchtes Handtuch darum wickeln, und damit im Wechsel kühlen (20 Minuten Kühlung, 20 Minuten Pause und so weiter). Bei später auftretenden Schwellungen melden Sie sich zur Nachbehandlung bitte in der Praxis.

– Nach 7-10 Tagen müssen die Fäden entfernt werden. Halten Sie diesen Termin bitte unbedingt ein.

– Sollten Schmerzen oder andere Komplikationen auftreten, suchen Sie bitte unsere Sprechstunde auf, oder rufen Sie uns zumindest an. Ein leichter Wundschmerz ist normal.

– Bei pochenden oder pulsierenden Schmerzen sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

– Verordnete Antibiotika nehmen Sie bitte ohne Unterbrechung genau nach Anweisung ein bis die verordnete Packungsgröße restlos aufgebraucht ist. Während der Einnahme von Antibiotika nehmen Sie bitte keine Milchprodukte zu sich. Sollten Sie eine Antibabypille einnehmen, beachten Sie bitte, dass die Wirkung durch das Antibiotikum herabgesetzt sein kann.

– Verordnete Schmerzmittel sollten Sie bei Bedarf einnehmen. Maximal 3-4 mal täglich 1-2 Tabletten.