Die Volkskrankheiten der Mundhöhle: Wie häufig ist eigentlich Karies?

Wussten Sie, dass Karies an den bleibenden Zähnen die weltweit häufigste Erkrankung darstellt? Laut Untersuchungen leiden etwa 2,3-2,4 Mrd. Menschen an einer unbehandelten Karies – das sind rund 30% der Weltbevölkerung.

Bei Milchzähnen ist diese Zahl etwas niedriger, immerhin betrifft die Krankheit jedoch rund 9% der Kinder weltweit und steht damit nach einer Studie von 2015 auf Platz 10 der häufigsten Erkrankungen.

Auch die Parodontitis ist eine weit verbreitete Krankheit, zumal sie in vielen Fällen chronisch verläuft und die Betroffenen ein Leben lang begleitet. Von einer schweren Parodontitis sind laut Untersuchungen etwa 10% der Menschen weltweit betroffen, die leichteren Formen existieren noch weit häufiger. Die Bakterien, die eine Parodontitis verursachen, unterscheiden sich von den kariesverursachenden Bakterien und stehen in engem Zusammenhang mit dem Auftreten verschiedener Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, Alzheimer und Herzinfarkt.

Dies zeigt wie wichtig es ist, Zähne und Zahnfleisch regelmäßig kontrollieren und reinigen zu lassen. Gesetzliche und private Krankenversicherungen sehen die Routineuntersuchung beim Zahnarzt / der Zahnärztin alle 6 Monate vor und auch die Professionelle Zahnreinigung sollte mindestens in diesem Intervall erfolgen – bei Parodontitis-geschädigten Patienten/-innen und solchen mit eingeschränkter häuslicher Mundhygienefähigkeit ist ein kürzerer Abstand von 3-4 Monaten sinnvoll.

Leider werden die Kosten für eine Professionelle Zahnreinigung von vielen gesetzlichen Krankenkassen nach wie vor nicht oder nicht vollständig übernommen, was angesichts der oben genannten Zahlen unverständlich erscheint – dient sie doch eindeutig der Vorbeugung der häufigsten Erkrankungen der Menschheit. Sollten Sie gesetzlich versichert sein, lohnt sich hier allerdings die genaue Nachfrage bei Ihrer Krankenkasse: Etwa 90% der gesetzlichen Krankenkassen ermöglichen eine Form der Bezuschussung zu den Kosten der Professionellen Zahnreinigung. Da dies je nach Versicherung stark variiert, müssen Sie die Kostenübernahme selbstständig erfragen, dies kann nicht wie beispielweise bei der Bezuschussung von Zahnfüllungen über die Abrechnung Ihrer Zahnarztpraxis direkt erfolgen.

Umso wichtiger ist daher die eigene häusliche Mundhygiene. Dabei spielen Dinge wie Zahnbürste, Zahnpasta, weitere Hilfsmittel zur Zwischenraumpflege, Spüllösungen, Art, Dauer und Häufigkeit des Zähneputzens eine entscheidende Rolle. Auch müssen prothetische Versorgungen wie Brücken oder Implantatkronen speziell gereinigt werden. Hierzu instruiert Sie Ihr(e) Dentalhygieniker(in) ebenfalls im Zuge der Professionellen Zahnreinigung.

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Parodontitis

ist Karies ansteckend

Handzahnbürste vs. Elektrische Zahnbürste

Individualprophylaxe

Weisheitszähne entfernen oder nicht?

Weisheitszähne sind die achten und somit letzten Zähne, die im Alter von etwa 17-25 Jahren in der Mundhöhle durchbrechen. Doch in den meisten Fällen brechen sie gar nicht oder nicht vollständig durch, bei einigen Menschen sind sie auch überhaupt nicht angelegt. Zum Kauen werden sie nicht unbedingt benötigt, müssen sie also immer entfernt werden?

Oftmals machen nicht durchgebrochene Weisheitszähne keine Beschwerden und auf die operative Entfernung freut sich kein Patient so recht – es liegt also nahe zu fragen, ob man diese Zähne nicht einfach belassen kann.

Es gibt zwei verschiedene Gründe, warum Weisheitszähne entfernt werden: Weil sie Schmerzen verursachen und bereits verursacht haben – dies ist die „kurative“ Entfernung. Ein anderer Grund ist, dass sie mit größerer Wahrscheinlichkeit zukünftig Probleme verursachen werden, hier werden sie „prophylaktisch“ entfernt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Weisheitszahn Beschwerden in Form von Entzündungen, Schmerzen, Karies und Schwellungen verursacht, steigt, wenn er zwar durch den Knochen, nicht jedoch vollständig durch das Zahnfleisch gewachsen ist. Dann können sich Bakterien in den Raum zwischen Zahn und Zahnfleisch einnisten und Fäulnisprozesse verursachen. Karies und Zahnfleischentzündungen können allerdings auch an ordnungsgemäß eingeordneten Weisheitszähnen entstehen. Hier liegt die Ursache zumeist in der äußerst schwierigen Reinigungsmöglichkeit der sehr weit hinten liegenden Zahnflächen.

Der weit verbreitete Glaube, dass nicht durchgebrochene Weisheitszähne durch Druck nach vorne die übrigen Zähne zusammenschieben, ist allerdings wissenschaftlich umstritten. Eine Zahnfehlstellung der Frontzähne wird durch die alleinige Entfernung der Weisheitszähne jedenfalls nicht behoben und kann nur kieferorthopädisch aufgelöst werden.

Allgemein gilt: Je früher die Entfernung stattfindet, desto besser ist die Wundheilung. Studien zufolge erhöht sich die Komplikationsrate mit zunehmendem Alter der Patienten, vor allem ab dem 30. Lebensjahr. Außerdem können vollständig ausgebildete Zahnwurzeln gerade im Unterkiefer die Risiken eines Nervschadens erhöhen, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe des Unterkiefernervs befinden. In diesen Fällen ist im Voraus die Anfertigung eines dreidimensionalen Röntgenbildes, einer digitalen Volumentomografie (DVT), unumgänglich, um das Risiko der Nervschädigung durch einen geplanten operativen Zugang zu minimieren.

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Kann ich die Kosten meiner Zahnbehandlung steuerlich absetzen?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie Rechnungen, die Ihre Zahnarztpraxis Ihnen ausstellt, tatsächlich bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Die Kosten für beispielsweise Zahnersatz und Implantate zählen zu den so genannten „außergewöhnlichen Belastungen“, sofern sie medizinisch notwendig sind und einen gewissen „zumutbaren“ Betrag überschreiten.

Diese Betragsgrenze ist von verschiedenen Kriterien abhängig wie der Einkommenshöhe, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder und muss somit individuell errechnet werden. Wichtig ist, dass alle Rechnungen eines Jahres in der Summe geltend gemacht werden können, die Betragsgrenze betrifft die Gesamtkosten unabhängig davon, wie hoch die Einzelrechnungen waren. Als Patient kann es sich also lohnen, die Behandlungen in einem Jahr zu bündeln. Hierbei zählt das Datum der Begleichung der Rechnung und nicht das Datum der Rechnungsstellung.

Auch wichtig zu wissen ist, dass nur der Betrag angesetzt werden kann, der tatsächlich eigenständig bezahlt werden musste, nicht der Rechnungsbetrag. Wurden Teilkosten der Rechnung erstattet oder bezuschusst – beispielsweise durch die Krankenkasse oder eine Zahnzusatzversicherung -, muss dieser Teil abgezogen werden. An dieser Stelle können in vielen Fällen jedoch auch die Kosten einer privaten Zusatzversicherung in der Steuererklärung angesetzt werden, diese fallen dann in die Rubrik der „Sonderausgaben“.

Zu den außergewöhnlichen Belastungen können neben Zahnersatz und Implantaten auch durch den Zahnarzt / die Zahnärztin verordnete Medikamente oder bestimmte Therapien zählen. Auch Fahrtkosten können in diesem Zusammenhang angeführt werden.

Sprechen Sie im Zweifelsfall am besten mit Ihrem Steuerberater / Ihrer Steuerberaterin oder wenden Sie sich an Ihre Steuersoftware.

NEUEN GRUPPE – Jahrestagungen 2020/21 in Berlin

Die NEUE GRUPPE stellt auf ihren beiden kommenden Jahrestagungen die medizinische Seite des Zahnarztberufes in den Mittelpunkt.
Im Jahr 2020 steht in Berlin das Motto „ZahnArzt“ im Fokus.

Termin: 19.11. bis 21.11.2020
Berlin-Mitte, Hotel Radissson Blu
Domaquaree

Hier finden Sie weitere Infos/ Interviews und Artikel dazu:

The International Journal of Esthetic Dentistry | Ausgabe 19 | Nummer 2 | Sommer 2020 – Info-Artikel

DENTAL TRIBUNE · German Edition · Nr. 5/2020 – Info-Artikel

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 4 | 2020 – Interview mit Dr. Siebers

MARKT & EVENT/ 126 teamwork 3/2020 – Interview mit Dr. Siebers

Titanunverträglichkeit

Titan gilt als ein biokompatibles Material mit einem sehr geringen Allergiepotenz und ist aktuell der Goldstandard als Material für Implantate. Allerdings können allergische Reaktionen durch Verunreinigungen mit anderen Metallen wie Nickel, Vanadium oder Aluminium verursacht werden. Titan selbst besitzt sehr gute Korrosionseigenschaften. Die selten auftretenden Unverträglichkeitsreaktionen gegen Titan entstehen wohl durch den Titanabrieb, der im Nanogrößenbereich stattfindet. Auf diesen Abrieb kann das Immunsystem mit einer gesteigerten Immunantwort reagieren. Um eine Titanunverträglichkeit auszuschließen, liegen drei Verfahren zur Diagnostik vor, die im Folgenden vorgestellt werden.

1. Titanstimulationstest
Die typische Unverträglichkeitsreaktion geht von Gewebemakrophagen (Fresszellen des Immunsystems) und Gingivaosteoklasten (Zellen, die für den Knochenabbau zuständig sind) nach Kontakt mit winzigen Titanpartikeln aus. Um diesen Test durchzuführen, wird dem Patienten Blut abgenommen, welches für zwei Stunden mit Titanpartikeln in Kontakt gebracht wird. Hinterher wird die Menge an produzierten Zytokinen Interleukin-1 (IL1) und Tumor Nekrosefaktor-alpha (TNF-α) bestimmt. Diese Zytokine locken anderen Zellen des Immunsystems an und können zentrale Reaktionen wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Schlaflosigkeit auslösen. Zudem wird durch die Zytokinausschüttung die Synthese von Kortison und die Osteoklasten aktiviert, die wiederum den Knochenabbau steigern. Fällt das Testergebnis positiv aus, geht man von einer verzögerten und gestörten Einheilung der Titanimplantate aus. In diesem Fall sollten sie mit Ihrem Implantologen die genauen Risiken bei einer Implantation diskutieren und einen Behandlungs- oder Alternativplan finden.

2. Zytokinmorphismus
Um diesen Test durchzuführen, werden Zellen aus der Mundschleimhaut oder aus dem Blut des Patienten entnommen. Jeder Patient hat eine individuelle Entzündungsneigung. Diese bestimmt die Neigung der Makrophagen zur Ausschüttung von Zytokinen (TNF-α und IL1). Diese individuelle Entzündungsneigung lässt sich in der DNA anhand der sog. Polymorphismen (Sequenzvariation in den Genen) bestimmen. Es sind vier Polymorphismen bekannt, die zu einer verstärkten Entzündungsreaktion führen. Anhand dieser vier Polymorphismen können Patienten mit einer normalen Entzündungsreaktion von Patienten mit einer verstärkten Entzündungsreaktion unterschieden werden. Titanpartikel würden bei Patienten mit verstärkter Entzündungsreaktion eine verstärkte Zytokinausschüttung verursachen. Zudem werden Osteoklasten aktiviert, die zu einem verstärkten Knochenabbau führen, während die Osteoblasten, also die knochenbildenen Zellen gehemmt werden. Der Titanstimulationstest hängt eng mit der genetisch bedingten Entzündungsneigung zusammen. 90% der Patienten mit einem Entzündungsgrad 3 und Grad 4 (höchster Entzündungswert) haben einen positiven Titanstimulationstest. Trotzdem sind Grad 3 und Grad 4 Entzündungswerte kein Ausschlusskriterium für Titanimplantate. Es sollte allerdings auch ein Keramikimplantat als Alternative in Erwägung gezogen werden. Patienten mit einem hohen Entzündungswert müssen engmaschiger kontrolliert und mit Vorsicht behandelt werden. Auch in diesem Falle sollten sie mit Ihrem Implantologen die genauen Risiken bei einer Implantation diskutieren und einen Behandlungs- oder Alternativplan finden.

3. LTT-Test (Lymphozytentransformationstest)
Der LTT-Test bestimmt spezifische T-Lymphozyten, die bei allergischen Reaktionen des Spättyps ausgeschüttet werden. Allergische Reaktionen des Spättyps auf Titan sind aufgrund der Oxidationsfähigkeit des ionischen Titans bei mittleren pH-Werten allerdings sehr selten, da die oxidierten Titanpartikel im Vergleich zu anderen Metallionen, keine Metall-Protein-Komplexe bilden können. Gegen einen solchen Metall-Protein-Komplex reagiert das Immunsystem mit der Bildung spezifischer T-Lymphozyten, die bei dem LTT-Test gemessen werden können. Eine allergische Reaktion auf Titanpartikel selbst ist daher recht unwahrscheinlich. Reaktionen können eher aufgrund von Verunreinigungen durch andere Metalle auftreten.

Allergische Reaktionen auf Titan sind bisher noch nicht ausreichend untersucht worden. Allerdings wurden diverse Symptome wie Hautrötungen oder Implantatverluste beschrieben. Bei unerklärlichem Implantatverlust sollte also auch eine Titanunverträglichkeit in Erwägung gezogen werden und Keramikimplantate als Alternative bedacht werden.

Sensible Zähne

Sensible Zähne stellen für den betroffenen Patienten ein großes Problem dar. Der Genuss von warmen oder kalten Getränken, Eis oder süßen Speisen kann Schmerzen verursachen. Es gibt viele Ursachen, die Sensibilität an den Zähnen hervorrufen können.

  • Karies
  • Zahnfleischrückgang durch eine Parodontitiserkrankung
  • Risse im Zahnschmelz
  • Freiliegende Zahnhälse durch falsches Putzen
  • Risse in Füllungen bzw. insuffiziente Füllungsränder
  • Überbelastung der Zähne durch nächtliches Knirschen
  • Schmelzdefekte bei bestimmten Erkrankungsformen (Amylogenesis imperfecta)
  • Falsche, Säure lastige Ernährung

Je nach Ursache unterscheidet sich die Sensibilität danach, ob sie temporär oder permanent ist. Die Ursache sollte von einem/einer Zahnarzt/Zahnärztin festgestellt werden. Bei endogenen Ursachen, wie falscher Putztechnik oder Ernährung, können die Ursachen sehr leicht behoben werden. Ihr Zahnarzt wird ihnen erklären, wie sie durch eine richtige Putztechnik Defekte an Zähnen vermeiden können und wird ihnen geeignete Zahnpasten und Fluoridierungsmaßnahmen empfehlen.

Defekte und kariös veränderte Stellen an den Zähnen, Parodontitiserkrankungen, insuffiziente Füllungen und andere Erkrankungsformen müssen natürlich zahnärztlich behandelt werden.

Fluoride in der Zahnmedizin

Die Bedeutung der Fluoride ist für die Zahnmedizin besonders wichtig. Die Zähne unterliegen ständigen Säureangriffen durch unsere Nahrungsaufnahme. Kurz nach der Nahrungsaufnahme sinkt der pH Wert des Speichels und es herrscht ein saures Milieu. Dies wird durch die Bakterien, die sich in der Mundhöhle befinden, hervorgerufen. Die Bakterien verwerten den aufgenommenen Zucker und geben dabei einfach formuliert eine Säure ab. Dies führt an den Zähnen zu Demineralisationsvorgängen. Es werden dabei Mineralien aus dem Zahn herausgelöst und der Zahn bekommt dadurch poröse Stellen. Somit können die Bakterien nun weiter in die Tiefe des Zahnes hervordringen.

Mineralien im Speichel können diese offenen Stellen jedoch füllen. Dazu muss der Körper die Möglichkeit haben zu arbeiten, d.h. zwischen den Mahlzeiten muss eine Pause bestehen. Wenn aber ständig süßes als Zwischenmahlzeit ins Spiel kommt, wirkt auch der Speichel nicht adäquat und die Demineralisationsvorgänge überwiegen. Remineralisation kann aber ebenfalls durch extern zugeführte Fluoridverbindungen, wie sie in Zahnpasten oder Fluoridlacken enthalten sind, begünstigt werden.

Fluoride sind nämlich wichtig um den Zahnschmelz zu stärken. Die offenen, porösen Stellen werden durch die Fluoride wieder gedeckt und es entsteht wieder eine fester Verbund, sodass keine Bakterien in die Tiefe dringen können. Dadurch entfalten sie ihre kariesprotektive Wirkung.

Eigenblutplasma in der Zahnmedizin

Die PRGF-Technik (Eigenplasma) ist ein Verfahren zur Förderung der Gewebe- und Knochenheilung. Dies geschieht durch körpereigene Proteine, die in dem Blutplasma enthalten sind. Durch diese Proteine werden Heilungsprozesse angeregt. Dazu wird dem Patienten lediglich eine geringe Menge Blut entnommen und durch Zentrifugation des Blutes wird das Plasma, mit den darin enthaltenen Wachstumsfaktoren aufbereitet.

Das auf diese Weise gewonnene Plasma wird dann in flüssiger oder fester Form in das Wundgebiet, z.B. nach Implantation, Knochenaufbau etc. eingebracht.

Mit Hilfe dieser Methode kommt es zu einer besseren und vor allem schnelleren Wundheilung. Als weiterer positiver Effekt ist die Verringerung von Schmerzen nach operativen Eingriffen zu erwähnen.

Dank der Wachstumshormone kann eine verbesserte Osseointegration (Einheilung) von Implantaten erzielt werden. Des Weiteren können Knochendefekte nach Zahnextraktionen und Entfernung großer Zysten unterstützend behandelt werden.

Bei diesem Verfahren unterstützen die körpereigenen „Heilungszellen“ den Körper in der schwierigen Phase der Wundheilung.

Early childhood caries

Die early childhood caries beschreibt die Karies im Baby- und Kleinkindalter. Betroffen von der Karies sind dabei überwiegend die Frontzähne. Als Ätiologie bzw. Ursache für diese Kariesform wird ein Dauernuckeln an der Flasche mit gesüßten Getränken und Milch angenommen. Einhergehend mit einer schlechten und unzureichenden Mundhygiene, vor allem vor dem Zubettgehen, führt teilweise zur kompletten Zerstörung der Zähne.

Die Therapie gestaltet sich meistens sehr schwierig. Es sollte immer der Erhalt der Zähne angestrebt werden. Bei ausreichender Zahnsubstanz werden die Zähne aufgebaut. Eventuell kann eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich werden.

Bei sehr starker Zerstörung kann der Zahnerhalt gefährdet sein. Dies stellt für die Entwicklung der Kinder ein besonders großes Problem dar. Die Zähne sind nämlich neben der Kaufunktion auch besonders wichtig für die Phonetik und damit auch für die Sprachentwicklung.

Um eine solche Erkrankung vorzubeugen müssen die Milchzähne mit dem Zahndurchbruch regelmäßig geputzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Zähne vor dem Zubettgehen sauber sein müssen, da die Kariesaktivität bei schlechter Mundhygiene Nachts ansteigen kann, da die Speichelproduktion absinkt. Fluoridierungsmaßnahmen können Entmineralisationsvorgänge der Zähne, minimieren. Außerdem sollte das Dauernuckeln an der Flasche mit gesüßten Getränke und Milch eingeschränkt werden. Nach dem 12. Lebensmonat sollten die Kinder aus einem Becher trinken und die Nuckelflasche sollte abgeschafft werden.

Vorteile vom Zahnimplantat

Es gibt viele Vorteile von Implantatversorgungen im Vergleich zu einer konventionellen Brückenversorgung.

Zahnimplantatversorgungen haben zwar anfänglich höhere Kosten, aber durch die bessere Langzeitprognose ist eine Implantatversorgung eine wirtschaftliche Versorgungsalternative. Beim Scheitern einer Implantatversorgung entstehen geringere Folgekosten für die Reparatur im Gegensatz zu Brückenversorgungen. Falls Brückenversorgungen scheitern, müssen nämlich die Pfeilerzähne und die Brückenzwischenglieder versorgt werden, was zu erheblich höheren Kosten führt. Als ein weiterer, sehr wichtiger Vorteil ist, dass Implantatversorgungen den physiologischen Belastungszustand vor Zahnverlust wiederherstellt. Somit können die Nachbarzähne vor Mehrbelastungen, wie bei Brückenkonstruktionen zu erwarten ist, geschützt werden. Die Kaukräfte können bei Lücken die durch Implantate versorgt werden, wieder gleichmäßig von den Zähnen aufgefangen werden.

Dies ist bei brückenversorgten Zähnen anders. Dabei werden die Pfeilerzähne ( tragende Zähne ) meistens unphysiologisch belastet, da sie auch die Kraft der fehlenden Zähne tragen müssen. Somit resultiert eine deutlich günstigere statische Belastung bei Implantatversorgungen.

Außerdem ergibt sich durch einen physiologischen Reiz des Kieferkamms durch die Implantatversorgung eine nennenswerte Kieferkammprophylaxe. Nicht belastete Kieferkammabschnitte, wie sie durch den Verlust von Zähnen zustande kommt, resultiert ein Kieferkammabbau.

Dies ist zu vergleichen mit dem Muskelabbau bei Nichtgebrauch, z.B. durch Ruhigstellung. Da ein Implantat die Kaukräfte gleichmäßig auf den Kieferknochen leitet, bleibt dieser langfristig erhalten. Brückenversorgungen haben außerdem den Nachteil, dass sich Speisereste unter den Brückengliedern festsetzen können, was zum einen störend für den Betroffenen sein kann und zum anderen aber auch parodontale Probleme verursachen kann.

Die Mundhygiene gestaltet sich bei Implantatversorgungen einfacher als bei Brückenversorgungen. Bei Brückenversorgungen ergeben sich „Schmutznischen“ die zu Erkrankungen des gesamten Kausystems führen können.  Dadurch ergeben sich Parodontalerkrankungen und das Kariesrisiko steigt.

Bei gesunden, lückenbegrenzenden Zähnen, kann durch Implantatversorgungen Zahnsubstanz geschont werden, die bei Brückenversorgungen beschliffen werden müssten. Durch Implantate können somit Zahnhartsubstanzverluste vermieden werden.

Der Kaukomfort steigt durch den Ersatz von fehlenden Zähnen durch Implantate erheblich an, was ein hervorzuhebender Vorteil von Implantatversorgungen darstellt.